Vertreterversammlung 2020

Vorstand und Aufsichtsrat legten vor der Vertreterversammlung Rechenschaft über Ihre Tätigkeit ab. Die Vertreterversammlung beschloß die Verwendung des wie der Jahresüberschusses.

Bericht zur 16. ordentliche Vertreterversammlung vom 07. Oktober 2020

Am Mittwoch, 7. Oktober, wurde die seit Juni aufgeschobene Vertreterversammlung unter Einhaltung der Hygieneregeln im Lohberger Dorfstadl  nachgeholt. Vorstand Franz Wellisch bedankte sich eingangs bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sieben Bankgeschäftsstellen und drei Lagerhäuser für den Zusammenhalt und die Mithilfe, zur Realisierung des guten Jahresabschlusses.


Guter Jahresstart
Was ist seit dem Bilanzstichtag 31.12.2019 passiert? „Wir haben mit der Ware und der Bank den besten Jahresstart aller Zeiten im ersten Quartal hingelegt", freute sich Franz Wellisch. Dann traf alle die Corona-Pandemie. Ab 16. März war das öffentliche Leben nahezu komplett stillgelegt. Die Bankgeschäftsstellen blieben jedoch offen, weil sie systemrelevant waren. Alle Geschäftsstellen wurden nach und nach mit Spuckschutz, Raumteiler und Trennwänden umgerüstet um die nach wie vor wichtigen persönlichen Bankgespräche durchführen zu können. Im Ertrag werde man die Einschränkung deutlich spüren, doch erwarten die Führungskräfte, mit einem blauen Auge davon zu kommen.
„Richtig weh tut uns die Verlängerung der Niedrigzins- bzw. Negativzinsphase, voraussichtlich bis mindestens Ende 2021", sagte Wellisch. Als  Begründung werde der Konjunktureinbruch wegen Corona ins Feld geführt. Zinsen sind 2020 noch weiter ins Minus gerutscht. Der Unterschied zwischen einem und zehn Jahren Laufzeit liege nur mehr bei 0,25 %. „Unsere Bank ist stark und gesund genug, dass wir das überstehen", zeigte sich Wellisch zuversichtlich.

 
Das Geschäftsjahr 2019
Vorstandskollege Harald Eisenreich schickte ebenso einen besonderen Dank an die Mitarbeiter und Verbundpartner voraus. „Nur durch sie können wir die guten Zahlen heute präsentieren“, war Eisenreich froh.  236,441  Mio. Euro Bilanzsumme sei eine stattliche Zahl für die hiesige Raiffeisengenossenschaft. Dies entspräche einem Wachstum von 7,5 Prozent oder knapp 16,4 Mio. innerhalb eines  Jahres (mehr als das Doppelte als im Jahr 2018) und absolut nicht alltäglich.
Die  Kundenkredite konnten um 14,3 Prozent gesteigert werden. „Das sind fast 10 Mio. Euro, die in die Region – in unsere Heimat – geflossen sind", machte Eisenreich bewusst.  Dieses Geld konnte die Bank durch die Zunahme bei den Kundeneinlagen um 10 Millionen Euro aufbringen.  „Das Vertrauen der Bevölkerung in die Raiffeisen ist vorhanden", freute sich Eisenreich. Ein Trend sei die Steigerung der Guthaben bei den Girokonten/Termineinlagen um 8 Prozent . „Lasst Euch beraten, es gibt Möglichkeiten einer kleinen Rendite", ermunterte der Redner, das Guthaben anzulegen.
Die relativ kleine Raiffeisenbank verfüge über 4.713 Mitglieder. In 2019 kamen 92 neue Mitglieder dazu. In den Fonds für allgemeine Bankrisiken, sozusagen als Sparschwein für schlechte Zeiten, füllte man 2,3 Mio. Euro. Die Erträge aus Zinsen sind kontinuierlich rückläufig. „Wir registrierten ein Minus von 102.000 Euro und versuchten das Ganze mit dem Provisionsgeschäft aufzufangen", schilderte Eisenreich. Mit einer Steigerung von 58.000 Euro sei man hier auf einem guten Weg. Da stecke Arbeitskraft der Mitarbeiter dahinter.
Im Warengeschäft verbessere sich die Raiffeisen von Jahr zu Jahr. Am 15. Mai eröffnete der Regio-Markt in Eschlkam. Trotz des Corona-Lockdowns sei man mit dem Einstand zufrieden. „Es war die richtige Entscheidung!"


Verwendung des Jahresüberschusses
Die Vertreterversammlung hatte die Aufgabe, über die Verwendung des Gewinns abzustimmen. Im Geschäftsjahr 2019 waren das 172.270 Euro.  Die Raiffeisenbank schüttet eine Dividende von 2,5 % an ihre Mitglieder aus. Das sind 62.687,50 Euro. Die Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen beträgt 54.000 Euro und zu anderen Ergebnisrücklagen 55.583 Euro. Die Vertreter genehmigten die Verwendung des Jahresüberschusses einstimmig.

Die wiedergewählte Aufsichtsräten Corinna Mauerer und der neu gewählte Aufsichtsrat Stefan Adam zusammen mit den beiden Vorständen

Der Aufsichtsrat überwacht die Aktivitäten des Vorstandes

Michael Schütz verließ den Aufsichtsrat wegen Erreichen der Altersgrenze

Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Schütz berichtete über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und die gesetzliche Prüfung sowie die Erklärung des Gremiums hierzu. "Für unsere Bank verlief das Geschäftsjahr 2019 insgesamt erfolgreich", attestierte er.
Zu diesem erfreulichen Ergebnis trugen sämtliche Bereiche des Unternehmens gleichermaßen mit Leistungsbereitschaft und Kompetenz bei. „Unsere Bank ist gut aufgestellt, um ihren qualitativen Wachstumskurs fortzusetzen", betonte der Redner.
Der Aufsichtsrat habe die Aktivitäten des Vorstandes überwacht und das Gremium bei der Leitung des Unternehmens intensiv beratend begleitet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßigen Abständen zeitnah schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, die wirtschaftliche Situation der Bank sowie die weiteren wichtigen Angelegenheiten der Unternehmensführung.
Bei der gesetzlichen Prüfung wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Michael Schütz bedankte sich bei den beiden Vorständen und den Aufsichtsratskollegen. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ging einstimmig vonstatten.


Neuen Aufsichtsrat gewählt
Jährlich scheidet ein Drittel der Aufsichtsräte aus. Dafür ist die Amtsdauer maßgebend. Corinna Mauerer stellte sich zur Wiederwahl und erhielt erneut das Vertrauen der Vertreter. Für Michael Schütz war eine Wiederwahl wegen Erreichens der Altersgrenze nicht möglich. Stefan Adam aus Warzenried wurde als neues Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen. Er stellte sich der Vertreterversammlung vor und wurde einstimmig gewählt.


29 Jahre im Ehrenamt der Raiffeisenbank
Franz Wellisch widmete Michael Schütz eine Laudatio für seine 29-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat. Michael Schütz habe in diesen 29 Jahren viele wichtige Entscheidungen mit getroffen, so Franz Wellisch. „Er ist der letzte vom Fusionsaufsichtsrat, der ausscheidet", informierte der Redner. Die Fusion im Jahr 2004 war in der Nachbetrachtung eine absolut richtige und wegweisende Entscheidung. Alle in den Gremien vertretenen Verantwortungsträger schufen damit ein Erfolgsmodell. Dass eine so starke, gesunde Bank aus einer Dreier-Fusion entstand, habe absoluten Seltenheitswert. Den Dank und die Anerkennung für die verdienstvolle Tätigkeit besiegelte Franz Wellisch mit einer Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbandes Bayern.

Vorstand Franz Wellisch händigte an Michael Schütz für seine langjährige Mitarbeit im Aufsichtsrat eine Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbandes Bayern aus